Seit Mitte des 18. Jahrhunderts unterhielten Preußen und das Osmanische Reich diplomatische Beziehungen. Doch wirklich intensiv wurden die Kontakte zwischen Berlin und Konstantinopel erst in der Regierungszeit Kaiser Wilhelms II. Dreimal besuchte der letzte deutsche Kaiser die faszinierende Metropole am Bosporus und seinen Freund Sultan Abdül Hamid II.: 1889, 1898 und 1917. Geschickt verstand es Wilhelm II. politische und wirtschaftliche Interessen bei seinem Engagement im Osmanischen Reich zu verbinden und in Deutschland ein tieferes Interesse für die Türken zu wecken. Doch auch die Osmanen waren an engen Kontakten zu Deutschland interessiert. Der schillernde Sultan Abdül Hamid II. gehörte zu den bedeutendsten Politikern auf der europäischen Bühne und versuchte mit Hilfe der Deutschen sein auseinanderstrebendes Reich zu bewahren. Noch heute kann man in Istanbul auf Zeichen der deutsch-osmanischen Beziehungen stoßen - der Kaiser-Wilhelm-Brunnen gehört ebenso dazu wie die Deutsche Orientbank oder die einstige Kaiserliche Botschaft, die heute das Generalkonsulat beherbergt. Die Besuche Wilhelms II. sind akribisch dokumentiert, und so kann der interessierte Besucher noch heute, rund einhundertzehn Jahre später, auf den Spuren des Kaiserpaares durch atemberaubende Schlösser, großartige Moscheen und quirlige Basare wandeln. Abgerundet wird die Stadtentdeckung am Goldenen Horn durch Reiseberichte der Zeitgenossen, erstaunliche Musik vom Sultanshof - und stimmungsvolle Bilder...
Weiberg
Veranstaltungsnummer: 16-10
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Die Ostsee-Akademie im Pommern-Zentrum
Die Ostsee-Akademie im Pommern-Zentrum bietet seit jeher Raum und Rahmen für Seminare, Begegnungen und Exkursionen mit dem Ziel der Verständigung und des Dialogs mit unseren östlichen Nachbarn. Die Teilnehmer sollen die allen Ostseeanrainern gemeinsame Kultur erfahren. Ob es sich um von der Akademie gestaltete Angebote oder um Vorhaben anderer Veranstalter handelt alle haben als gemeinsamen Hintergrund die Zielsetzung des Statuts der Ostsee-Akademie, das seit Gründung des Hauses vor über fünfzehn Jahren Grundlage und Leitlinie erfolgreicher Arbeit war und ist.
Anreise zum Pommern-Zentrum
Sie fahren zum Pommern-Zentrum mit der Bahn bis zum Haltepunkt Skandinavienkai. Von dort sind es nur wenige Schritte bis zum Akademiegebäude. Vorbei an der Versöhnungskirche erreichen Sie das Ernst-Moritz-Arndt Haus. Mit dem Auto folgen Sie auf der Autobahn Hamburg-Puttgarden dem Wegweiser nach Travemünde. Nach Überqueren der Bahn in Travemünde biegen Sie nach rechts und gleich wiederum rechts über die Bahn linksab in die Ivendorfer Landstrasse. Nach tausend Metern liegt rechterhand das Pommern-Zentrum mit dem Gebäude der Ostsee-Akademie. Ihren Wagen parken Sie bitte auf dem Parkplatz am Europaweg direkt vor dem Akademiegebäude.
Die Ostseegesellschaft e.V.
Die Ostseegesellschaft e.V. fördert verbandsübergreifend und unabhängig die Völkerverständigung im Ostseeraum. Dazu pflegt sie Begegnungen, Veranstaltungen, Exkursionen, Veröffentlichungen und sonstige Maßnahmen auf den Gebieten der Geschichte, der Wissenschaft, der heimatvertriebenen und zwangsumgesiedelten Volksgruppen aller Ostseeanrainer. Ein besonderes Anliegen der Ostseegesellschaft ist es, gerade auch jüngere Nachwuchskräfte für die Arbeit im Ostseeraum zu interessieren.
Anmeldung:
Ostsee-Akademie im Pommern-Zentrum, Europaweg 3,
D-23570 Lübeck
Telefon: 0 45 02/803 203 (Montag bis Freitag an den Vormittagen)
Telefax: 0 45 02/803 200
e-mail: office@ostseeakademie.de